Im Jahr 2000 übertrafen die Black Widows alle Erwartungen und wurden im „Best of three“ – Spielsystem österreichische Meisterinnen und blieben es auch bis zum Jahr 2003.Im Jahr 2004 starteten die Widows erstmals als Vize, wobei in dieser Saison ausschließlich Freundschaftsspiele stattfanden, um den Rookies eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen und mit diversen Werbemaßnahmen den Personalschwund auszugleichen. Ganz Football – Graz hoffte natürlich, dass dieser Zustand nicht von Dauer sein würde und die Black Widows in der Saison 2005 mit frischen Kräften wieder in die Meisterschaft einsteigen können.
2006:
Licht und Schatten wechselten in diesem Jahr auf Österreichs Footballfeldern.Gegen die Südstadt Rangers Roughnecks konnten deutliche Siege gefeiert werden,gegen den Erzrivalen, die Vienna Vikings Ladies mussten die Black Widows dieSpielstätten jedoch mit Niederlagen verlassen.Dennoch zeigte sich in der gesamten Saison die gute Handschrift des neuen Trainerduos,denn die Niederlagen gegen die Wienerinnen waren bei weitem weniger deutlich als inder jüngeren Vergangenheit.Um den Vikings Ladies im Jahr 2007 die Vorherrschaft erneut entreißen zu können,wurde das Aufbautraining besonders im Tempo, - und Konditionsbereich in denWintermonaten deutlich intensiviert.
2007:
In der Saison 2007 wurde die Meisterschaft im traditionellen Modus zwischen denGraz Black Widows, den Südstadt Rangers Roughnecks und den Vienna Vikings Ladiesausgetragen.Während gegen die Ranger Roughnecks zwei klare Siege eingefahren werden konnten,mussten die Black Widows gegen die Vienna Vikings Ladies das Feld als Verliererverlassen.Ebenso wurde auch im Herbst ein internationales Freundschaftsspiel gegen dieBudapest Wolves Ladies durchgeführt, welches die Black Widows klar für sichentscheiden konnten. Darüber hinaus hat auch in Österreich ein weiteres Frauenteam,die Swarco Raiders Ladies aus Tirol den Trainingsbetrieb aufgenommen.
2008:
In der S aison 2008 durften die Black Widows ein weiteres neues Team in der „Women American
Football League“ begrüßen. Die Budapest Wolves Ladies nahmen erstmals an unserem Ligabetrieb teil. Leider konnte das Team aus der Südstadt auf Grund von personellem Mangel nicht an der Meisterschaft teilnehmen. Auch bei den Witwen gab es personelle Umstellungen. Im Frühjahr übernahmen mit Christian Stopper und Gregor Kodella zwei aktive Spieler der Giants Kampfmannschaft das Coaching-Zepter. Während gegen die überraschenden starken Liganeulinge Budapest Wolves Ladies zwei hart erkämpfte Siege eingefahren werden konnten, gelang es den Black Widows nicht die Vienna Vikings Ladies in die Schranken zu weisen. In einer Hitzschlacht um die Ladiesbowl IX, die heuer erstmalig als eigenes Event ausgetragen wurde, wurden die Black Widows für ihren Mühen leider nicht belohnt und mussten sich mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben. Auch abseits des Footballfeldes tat sich in diesem Jahr einiges. Stolz durften die Grazer Witwen ihr 10-jähriges Bestehen verkünden und gebührend feiern.
2009:
In der Saison 2009 wurde die WAFL (Women American Football League) mit vier teilnehmenden Mannschaften (Black Widows Graz, Titans Ladies Mödling, Budapest Wolves Ladies, Vienna Vikings Ladies) ausgetragen. Christian Mudrak übernahm die Position des Defense Coordinators und führte die Black Widows an der Seite von Christian Stopper durch die Saison. Wie auch schon die Jahre davor, wurde ein 3-tägiges Trainingslager in Schieleiten veranstaltet, um das Team optimal auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Nach einem knappen Auswärtssieg gegen die Titans Ladies aus Mödling und der ersten Overtime in einem Meisterschaftsspiel, die die Black Widows für sich entschieden, konnte man sich gegen die Vikings aus Wien abermals nicht durchsetzen. Im darauf folgenden Heimspiel wies man die Titans Ladies ordentlich in die Schranken, musste sich aber den Budapest Wolves deutlich geschlagen geben. Die Saison 2009 wurde mit dem 3. Rang beendet. |
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2010:
Wer das Geschehen rund um den hiesigen Frauenfootball in den letzten Jahren beobachtet hat, musste sich heuer auf ein paar Veränderungen einstellen. Da im Sommer die erste Frauenfootball-Weltmeisterschaft in Stockholm stattfand, wurde die Meisterschaftssaison in Frühjahr- und Herbstrunde aufgeteilt.
Um den Übungseffekt im Hinblick auf die WM zu erhöhen, wurde auf 11 vs. 11 (statt bisher 9 vs. 9) umgestellt – personell weder für die Graz Black Widows (die den Abgang vieler Schlüsselspielerinnen verkraften mussten), noch für die LA Titans Ladies schaffbar, weshalb man für die Saison 2010 eine Spielgemeinschaft „Black Widows/Titans Ladies“ ins Leben rief.
Unter der Leitung von HC Mathias Weinberger und DC Matthias Neumann starteten die Black Widows/Titans Ladies erfolgreich in die Saison und konnten gegen die Budapest Wolves Ladies den ersten „Zu-Null-Sieg“ seit 6 Jahren einfahren. Gegen die Vikings Ladies musste man im ersten Teil der Saison Lehrgeld zahlen.
Fast alle Black Widows Spielerinnen waren im österreichischen Nationalteam vertreten und durften Ende Juni die historische Weltmeisterschaft in Stockholm mit dem Spiel Team Austria vs. Team USA eröffnen – ein Erlebnis für alle Beteiligten. Die Weltmeisterschaft konnte das österreichischen Nationalteam dann auf dem 6. Rang beendet.
In der Herbstsaison zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen.
Die ungewohnte „Doppelbelastung“ durch Nationalteam und Meisterschaft forderte physisch und mental ihren Tribut.
Die Titans/Widows mobilisierten zum Schluss noch mal alle Kraftreserven, um einer intensiven und geschichtsträchtigen Saison einen würdigen Abschluss zu bieten – es gelang leider nur beinahe.
Das Finale 2010 bot Spannung und Action und zur Halbzeit lagen die Titans/Widows sogar in Führung.
Jedoch war das überragende Passspiel die Vikings Ladies zu viel für die verletzungsgeschwächte Defense.
In Zukunft werden die Widows wieder vermehrt an der Verbreiterung (nein, nicht der Hüften!) der Personaldecke arbeiten.
Verletzungsbedingte Ausfälle leichter kompensieren können, neue Gesichter für das Nationalteam empfehlen und in der Meisterschaft wieder die ganz großen Erfolge feiern – ehrgeizige Pläne, keine Frage! Aber mit der treuen Unterstützung der Fans und vollstem Einsatz aller Beteiligten bestimmt nicht unmöglich.